Bordell
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Ein Bordell (ursprünglich aus dem Französischen bordell = Bretterhütte; Synonyme: Freudenhaus, Eros-Center, Etablissement, Puff) ist ein im gesetzlichen Sinne nichtgewerbliches Gebäude, dessen Betreiber gegen Geldbeträge Räumlichkeiten und "Personal" zur Betreibung der Prostitution zur Verfügung stellt.
Ein Bordell kann nahezu beliebige Qualitäten haben: Auch heute gibt es sie noch, die Schmuddelbordelle, wo die Damen einen Herrn nach dem anderen wie am Fließband abwickeln. In den besseren Bordellen geht es sittsamer zu, doch ist die Prozedur stets gleich. Wo mehr geboten wird, sind die Preise hoch, und die Frauen sind in der Lage, eine Unterhaltung zu führen: Wer hier die Treppe hochgeht, will nicht einfach abspritzen, sondern genießen - vielleicht gar in einem besonderen Raum oder in einer besonderen Rolle. Vornehme Bordelle bieten alles vom Romantik-Zimmer über den Klinikraum bis zur Folterkammer. Huren orientieren sich an den Kundenwünschen.
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Konsumenten
Konsumenten von Prostitution, auch Freier genannt, stammen aus allen sozialen Schichten und fast allen Altersgruppen. Als Bezeichnungen für Frauen haben sich entsprechende weibliche Formen eingebürgert (Freierin, Kundin, Kulantin…). Seit Einführung des Prostitutionsgesetzes besteht in Deutschland für die Prostituierte ein Rechtsanspruch auf Bezahlung, während dies zuvor aufgrund der Sittenwidrigkeit von Prostitution nicht der Fall war. Dennoch ist die Bezahlung per Vorkasse noch immer die Regel. Freier, die nicht bezahlen wollen, werden im Jargon als „Nuttenpreller“ bezeichnet. Wird der Freier bestohlen, handelt es sich um Beischlafdiebstahl.
Kontaktaufnahme
Diskreter Kontakt wird über die Medien (Kontaktanzeigen in Zeitung und auch inzwischen TV) gesucht und gefunden, kann sich aber auch spontan im Alltag und normalen Berufsleben ergeben. In Zeiten des Internet findet die Anbahnung auch über Erotikportale und Freierforen statt. In Kontaktanzeigen und Freierforen haben sich zahlreiche Abkürzungen für Sexualpraktiken etabliert.
Erkennung
Bordelle sind nicht immer gleich als solche erkennbar. In Kopenhagen standen einst zwei weiße Pudel in den Fenstern der Damen und vor süddeutschen Erotik-Cabarets leuchtet vorsichtshalber immer eine rote Laterne. Die besseren Häuser aber werden meist unter der Hand empfohlen: Man muss klingeln, wenn man Eintritt begehrt.

